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Provinz Nord-Brabant

Wachsende Anforderungen an Datenspeicherung, Sicherheit, Geschwindigkeit und Kontinuität machten den Bau eines modernen, leistungsstarken Rechenzentrums im Provinzhuis von Nord-Brabant erforderlich, das mit einem Glasfaser- und Kupfer-Backbone verbunden ist. Die Wahl fiel auf die Lösung von HTC International und Datwyler.

Demografische Informationen

 

Die im Süden der Niederlande gelegene Provinz Nord-Brabant ist mit rund 5.100 Quadratkilometern und knapp 2,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Provinz
des Landes. Die Provinciale Staten, das College van Gedeputeerde Staten und der Kommissar des Königs haben ihren Sitz im Provinzhuis in der Hauptstadt von Nord-Brabant, ’s-Hertogenbosch. Das Provinzhuis besteht aus einem Gebäude mit Keller, zwei Stockwerken und einem Büroturm, der mit 24 Stockwerken und 103,5 Metern Höhe das höchste Gebäude der Stadt ist. Da das stetige Wachstum von Datenspeicherung, Sicherheit, Geschwindigkeit und Kontinuität die vorhandene Infrastruktur des Provinzhuis bereits überlastete, wurde Anfang 2014 im Keller des Gebäudes mit dem Bau eines komplett neuen Rechenzentrums begonnen. Um die Migration in das neue Rechenzentrum phasenweise durchführen zu können und um eine Störung des Primärprozesses der Provinz zu vermeiden, wurden verschiedene zusätzliche Backbone-Verbindungen installiert.

 

Hochwertige Installation

 

Das neue Rechenzentrum musste vor allem eines sein: zukunftssicher. Um dies zu erreichen, wurden die Anforderungen an die neue Backbone-Infrastruktur hoch angesetzt. Das Provinzhuis wollte damit nicht nur Geschwindigkeiten von 10 Gbit/s ermöglichen, sondern auch für noch höhere Geschwindigkeiten gerüstet sein. Um alte und neue Systeme mit Kupferanschlüssen integrieren zu können, bestand zudem der Wunsch, im Rechenzentrum parallel zu den modernen Glasfaserverbindungen auch Kupferverbindungen zu realisieren. Darüber hinaus musste die Verkabelung einfach, übersichtlich und strukturiert ohne Kreuzungen sein. Anspruchsvoll war auch die vorgegebene Frist, denn die Installation im Rechenzentrum und in der Backbone-Infrastruktur beider Gebäude musste innerhalb von sechs Wochen abgeschlossen sein. Während des Ausschreibungsprozesses waren Kreativität und Lösungsorientierung von großer Bedeutung. Um dies zu realisieren, hat HTC International B.V. auf die bewährten hochwertigen Produkte und die speziellen maßgeschneiderten Lösungen von Datwyler zurückgegriffen.

 

Reserven für zukünftige Erweiterungen

 

Eines der bewährten Verkabelungssysteme ist die „Datwyler Data Centre Solution“. Diese High-Speed-Glasfaserlösung ist bereits in mehreren großen Rechenzentren installiert. Die Komponenten sind werkseitig montierte Module, MPO-Kassetten und vom Hersteller bereits auf Länge konfektionierte MPO-Kabel. „Dieses System ist einfach und schnell zu installieren, was in einem Rechenzentrum ein sehr wichtiger Aspekt ist“, erklärt Fons Schute, verantwortlicher Projektberater bei HTC International. „Hinzu kommt, dass die Qualität der Verbindungen wirklich sehr gut ist.“

Im Rechenzentrum wurden mehr als 100 MPO-Kabel mit den erforderlichen MPO-Kassetten des Typs 2xMTP mit 6xLCQ in etwa 60 speziellen 1HE-Panels von Datwyler verbaut. Da die Panels jeweils drei MPO-Kassetten aufnehmen können, bleiben genügend Steckplätze für zukünftige Erweiterungen frei. Auf der Rückseite sind die MPO-Kassetten über Kabel des Typs FO-DCS Mini-Breakout MTP-MTP miteinander verbunden, die jeweils 48 OM3-Fasern enthalten und an beiden Enden mit montierten
MTP-Steckern geliefert wurden.

 

Zeit- und kostensparende „Blown-Fiber“-Lösung

 

Für die Modernisierung der Backbone-Infrastruktur – des Glasfaser-Backbones des Provinzhuis – setzte HTC eine spezielle Lösung ein. HTC International ist ein zertifizierter Partner von Datwyler, der die Lösung gemeinsam mit dem Hersteller entwickelt hat. Insgesamt wurden mehr als 12 Kilometer Minikabel in ein spezielles feuerfestes Rohrsystem eingeblasen. Bei dem Kabel handelt es sich um ein nur 2,6 mm dickes OM4-Multimode-Glasfaserkabel mit 12 Fasern des Typs S-Micro. Zusätzlich wurden 500 Meter OS2-Minikabel mit 24 Fasern für die Provider-Konnektivität benötigt. Durch diese Kombinationslösung wurde die Installation, die vor allem im Turm sonst sehr viel Zeit in Anspruch genommen hätte, erheblich erleichtert. Auf den Etagen in den Patchschränken sind die Minikabel in 60 ausziehbaren Spleißboxen des Typs OV-A terminiert. Diese lieferte Datwyler größtenteils vormontiert mit 24 LCD-Adaptern (Multimode), teilweise auch mit 6 SCD-Adaptern (Singlemode), und mit Pigtails. Eine entsprechende Anzahl von Rangierpanels macht die Installation auch auf den Etagen besonders übersichtlich.

Parallel zu allen Glasfaserverbindungen im Backbone des Rechenzentrums wurden auch etwa 1.000 Kupferanschlüsse realisiert. 80 Prozent der 24-Port-Panels sind mit RJ45-Modulen des Typs KS-T Plus 1/8 bestückt, die alle Anforderungen der Kategorie 6A erfüllen. In Kombination mit langlebigen abgeschirmten Datenkabeln, von denen HTC International etwa 12 Kilometer installierte, kann das Provinzhuis auch über das Kupfernetzwerk Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s erreichen. Die alte Kupferverkabelung im Backbone wird nur noch für den traditionellen Telefonverkehr genutzt. Während der Installation sorgten Glasfaserverbindungen zwischen dem alten und dem neuen Rechenzentrum dafür, dass Daten und Anwendungen ohne Unterbrechungen genutzt werden konnten. Dank dieser Verbindungen gab es während des Umzugs keine Unterbrechungen der Primärprozesse.

 

In jeder Hinsicht im Zeitplan

 

HTC war in der Lage, die Installation Ende April 2014 termingerecht an den Auftraggeber zu übergeben. „Wir sind mit dem neuen Rechenzentrum, das alle Anforderungen erfüllt, sehr zufrieden“, so Martin Kuijl, Teamleiter/Projektleiter der Provinz. Inzwischen hat das Provinzhuis auch einige Sicherheitsanwendungen und die Gebäudeautomation in das Netzwerk integriert. „Alles funktioniert perfekt.“ HTC International äußert sich sehr positiv über die Zusammenarbeit mit Datwyler: „Die Zusammenarbeit verlief in jeder Hinsicht sehr gut“, sagt Fons Schute. „Das beginnt bei der kompetenten Unterstützung bei der Produktauswahl, gefolgt von den termingerechten Lieferungen – auch der konfektionierten Kabel in verschiedenen Längen – teilweise sogar schneller als erwartet. Bei dem engen Zeitplan war es sehr wichtig, dass die Lieferungen pünktlich waren. Die Produkte waren alle von guter Qualität und ohne Mängel. Und nicht ganz unwichtig: Auch der Preis stimmte. Was will man mehr?“

Weitere Informationen über HTC International und das Projekt Provinzhuis Nord-Brabant finden Sie auf unserer Website www.htcinternational.nl. Für die PDF-Version dieses Artikels klicken Sie bitte hier. Wenn Sie an dem globalen Amtsblatt von Datwyler interessiert sind, in dem dieser Artikel veröffentlicht wurde, klicken Sie bitte hier. Für die Ausgabe in der Edition Energie & Infra klicken Sie bitte hier.